Marché

1929,
61 x 50 cm
Materials and Techniques
Öl auf Leinwand

In der Romandie galt die gebürtige Genferin Alice Bailly bereits zu Lebzeiten als die modernste Malerin der Schweiz. Gerade weil der traditionelle Kunstbetrieb vorwiegend von Männern beherrscht worden ist, stellt ihr Werdegang tatsächlich eine Besonderheit dar. Anders als der um eine Generation ältere Ferdinand Hodler (1853-1918), der Genf zu seinem Wirkungsort wählte, zog es Alice Bailly mit 32 Jahren nach Paris. Durch ihren mehrjährigen Aufenthalt in der damals bedeutendsten Kunstmetropole kam sie in unmittelbaren Kontakt mit den aktuellen Kunstströmungen, die als Kubismus, Orphismus und Futurismus in die Kunstgeschichte eingegangen sind. Der freundschaftliche Austausch mit den Vertretern jener Tendenzen inspirierte auch Baillys eigenes Schaffen und war wegweisend für ihr gesamtes Werk.

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