Susanne Kriemann

© Sanne Donders

Susanne Kriemann geht in ihren Fotografien der Bedeutung von Licht und Zeit nach. Getrieben von wissenschaftlicher Neugier, untersucht die Künstlerin mal im Labor und mal auf Reisen diese beiden Parameter. So weisen ihre Fotografien tief in die Vergangenheit oder regen zu Gedanken an, die in die Zukunft weisen.

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Das Werk A Silent Crazy Jungle Under Glass zeigt eine Serie von fünf Aufnahmen der Barringer Hill Mine unweit von Llano, Texas (USA). Das Archivmaterial, das die Künstlerin über die Mine vorfand, inspirierte sie dazu, die texanische Berglandschaft mit der Kamera einzufangen. Die Barringer Hill Mine wurde Ende des 19. Jahrhunderts bekannt, weil man dort Seltene Erden und radioaktive Gesteine entdeckt hatte. Für die Künstlerin erwies sich der Ort als ein geeignetes Motiv, um die Möglichkeiten und Grenzen des Mediums Fotografie auszuloten. Sie versuchte herauszufinden, wie man fotografisch Rückschlüsse auf das Verständnis dieses Ortes im «Canyon of the Eagles» ziehen kann. Denn nicht nur das Archivmaterial und die alten Bilder, sondern auch die Gesteine selbst erzählen eine Geschichte. Die fünf Fotografien veranschaulichen die Kraft der Natur, aber auch, wie der Mensch versucht hat, ihrer Her zu werden. Kriemanns künstlerisches Forschungsfeld ist das Medium Fotografie, das sie im Hinblick auf seine dokumentarischen, sozialhistorischen und archivalischen Aspekte untersucht. Zu jedem ihrer fotografischen Projekte, für die sie eigenes wie auch historisches Bildmaterial verwendet, entsteht eine Publikation mit interpretierenden Texten – eine Verbindung zwischen Kunst, Literatur und Archäologie. Susanne Kriemann wurde 1972 in Erlangen (DEU) geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin (DEU). Tätigkeitsbereiche: Fotografie, Text

X Weniger

«Das Gold verliert jährlich ein Vierzehnhundertstel seines Gewichts; woraus hervorgeht, dass von den vierzehnhundert Millionen auf der ganzen Erde zirkulierenden Goldes jährlich eine Million verloren geht. Diese Million Gold wird zu Staub, verflüchtigt sich, fliegt umher, wird Atom, lässt sich einatmen und wird wieder Substanz, erleichtert und beschwert das Gewissen und verquickt sich mit den Seelen der Reichen, die es hochmütig macht, verquickt sich mit den Seelen der Armen und macht sie scheu und wild.» (aus: Victor Hugos L’homme qui rit, 1962 übersetzt: Die lachende Maske)

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